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Facebook überarbeitet die Privatsphäre-Einstellungen

plateo informiert: Facebook hat gestern eine ganze Menge neuer Updates angekündigt. Die meisten betreffen die Privatsphäre-Einstellungen. Genauer gesagt, die Einstellungen, die kontrollieren, welche Inhalte des eigenen Profils von welchen Nutzern gesehen werden können. Dass Facebook  beim Thema Privatsphäre Initiative zeigt,  ist zwar ungewohnt, allerdings nicht verwunderlich.

Denn der Konkurrent Google+ hat vorgemacht, wie es geht. Das Newcomer-Netzwerk bietet seinen Mitgliedern eine höhere Kontrolle über geteilte Inhalte. Dort kann jeder Post direkt an eine eingegrenzte Gruppe von Freunden – einen Circle – gesendet werden. Somit ist sichergestellt, dass keine ungewollten Informationen an die falschen Leute gelangen.

Das war natürlich für Facebook in diesem Moment ein Schlag ins Gesicht. Doch wie man sieht, ist das alteingesessene Netzwerk gar nicht so von gestern. In kürzester Zeit launcht Facebook ein neues Feature nach dem anderen. Zuerst kam der Videochat, dann wurde die Nachrichtenfunktion überarbeitet, parallel wurden die Funktionen zum managen der Fan Pages überarbeitet. Zeitweise hat man sich fast täglich gefragt: „Was erwartet mich wohl diesmal, wenn ich mich einlogge?“

Seit dem 23. August gibt es nun wieder Neuigkeiten. Facebook hat auf die Forderungen nach übersichtlicheren Kontrollmechanismen reagiert und diese, statt sie im Untermenü des Untermenüs zu verstecken, inline implementiert. Drei wichtige Veränderungen werden in den nächsten Tagen nach und nach bei allen Nutzern eingeführt:

1. Mehr Kontrolle über die Profil-Informationen:

Das Profil ist unsere Visitenkarte, doch die wollen wir wahrscheinlich nicht jedem x-beliebigen in die Hand drücken. Jetzt gibt es zwei zusätzliche Möglichkeiten, wie wir die dort veröffentlichen Informationen besser handhaben können. Zum einen wird demnächst in jeder Kategorie (Interessen, Musik, Sport, Über mich usw.) eine Schaltfläche eingebaut, mit der wir auswählen können, ob wir diese Info öffentlich machen wollen, sie für Freunde sichtbar machen oder benutzerdefiniert einzelne Mitglieder ausschließen wollen. Dazu kommt eine auch aus Google+ bekannte Funktion: „Profil anzeigen als…“. Hier kann man in die Perspektive eines bestimmten Freundes springen, um das eigenen Profil mit dessen „Augen“ zu sehen.

2. Mehr Kontrolle über die eigenen Markierungen:

Ungewollte Markierungen auf Bildern von der letzten Party sind ab sofort Vergangenheit. Facebook führt eine Seite ein, auf der Markierungen aus Fotos und in Beiträgen überprüft und freigegeben werden müssen bzw. können. Ebenso wird auch mit eigenen Bildern verfahren, auf denen Freunde jemanden markieren möchten. Diese Markierungen könnt Ihr ebenfalls bestätigen oder ablehnen, noch bevor sie öffentlich sichtbar sind.

3. Mehr Kontrolle über geteilte Informationen:

Auch ein Kontrollmechanismus für die Sichtbarkeit von Pinnwandbeiträgen ist jetzt direkt inline eingebaut. Das bedeutet, dass man neben dem Teilen-Button einen weiteren Button angezeigt bekommt, der verschiedene Sichtbarkeits-Filter anbietet. So könnt Ihr entscheiden, ob Ihr den Beitrag öffentlich, für alle oder bestimmte Freunde sichtbar posten möchtet. Diese Entscheidung ist jedoch nicht permanent. Ihr könnt später noch anders entscheiden.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Was uns noch fehlt, ist die Möglichkeit Inhalte für bestimmte Freundeslisten sichtbar zu machen. Facebook bietet, ähnlich wie Google+ nämlich schon seit längerem die Möglichkeit die eigenen Freunde thematisch zu ordnen, da würde es sich anbieten diese auch inline zur Auswahl zu stellen.


Verfasst von Blanka Szczebak am 25. August 2011 - Trackback URL

2 Antworten zu “Facebook überarbeitet die Privatsphäre-Einstellungen”

  1. Blanka Szczebak sagt:

    Nachtrag: Die Datenschützer sind noch nicht zufrieden mit dem Ausmaß der Änderungen.

    Ilse Aigner (CSU) kritisiert die Facebooks Einstellung zum Datenschutz: „Facebook hat mit den angekündigten Änderungen einen kleinen Schritt gemacht, aber der Weg zu einem grundlegend verbesserten Datenschutz ist noch weit,“ heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.

    Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,782347,00.html

  2. Mark sagt:

    Ich gebe der CSU ungern recht aber Aigner hat recht. Facebook und andere Unternehmen haben User und Staaten vor vollendete Tatsachen gestellt und der Staat muss nachziehen und sie in die Schranken weisen. Was Facebook macht, ist eher Bestechung als ein Eingeständnis.