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Neue Studie: Lohnt sich das personalisierte Suchen?

Eine neue Studie („Studie zur personalisierten Suche von Google“) deckt auf, welche Auswirkungen die personalisierte Suche von Google tatsächlich hat. Drei Wissenschaftler haben testweise Google-Konten erstellt. Für diese Konten entwickelten sie jeweils ein bestimmtes Suchverhalten. Die Ergebnisse, die diese Konten lieferten, verglichen sie abschließend mit anonymen Suchabfragen.

Daraus ergab sich:

1. Die Ergebnisse variieren zum Teil sehr stark.

2. Es werden kaum neue Ergebnisse angezeigt, sie werden nur in ihrer Reihenfolge verändert.

3. Es werden teilweise auch Ergebnisse angezeigt, die sich nicht auf die Suchgeschichte zurück-führen lassen.

Was sagt uns das nun? Lohnt sich die personalisierte Suche? Lohnt es sich die eigenen Daten auf dem Tablett zu servieren, um einige Ergebnisse von Seite 3 nun auf Seite 1 angezeigt zu bekommen?

Es ist sehr schwierig diese Fragen generell zu beantworten. Einerseits ist es tatsächlich enttäuschend, dass kaum neue Ergebnisse einfließen. Andererseits stellt sich die Frage: Wo sollten sie denn auch herkommen? Seiten, die Google kennt und „gut“ findet, sind ja bereits auf den vordersten Plätzen. Wieso sollte Google uns dann noch weitere Vorschläge machen? Auch wenn Google unsere Daten sammelt, kann es noch lange keine Ergebnisse für uns erschaffen. Populäre und alt eingesessene Seiten lassen sich jedoch leider nur schwer durch interessante Newcomer von den guten Plätzen vertreiben – doch das ist noch ein ganz anderes Problem.

Punkt Nr. 3 bereitet in meinen Augen das meiste Kopfzerbrechen. Bekommen wir tatsächlich Ergebnisse, die sich nicht auf unser Suchverhalten zurück führen lassen, bedeutet das, dass Google unsere eingegebenen Daten selbstständig bestimmten Ergebnissen zuordnet. Wir als Suchender werden nicht darüber informiert. So kann man natürlich auch nicht nachvollziehen, ob Google uns richtig „einschätzt“. Einer der Wissenschaftler, Martin Feuz, hat sich dafür eine praktikable Lösung überlegt. Seiner Meinung nach wäre es optimal, wenn auch eingeloggte User zwischen personalisierten und anonymen Ergebnissen hin und her schalten. Eine weitere Alternative, die ich sehe: Google gibt mehr Einsicht in den Vorgang der User-Kategorisierung und lässt uns darauf Einfluss nehmen. Das wird der Suchmaschine aber wahrscheinlich nicht besonders gut schmecken.

So oder so – wer nicht zufällig generell mit einem Google-Mail-Konto arbeitet, hat wahrscheinlich mehr Aufwand als Nutzen durch die personalisierte Suche. Für User, die häufig nach den gleichen Begriffen suchen, mag es praktisch sein. Wer jedoch tatsächlich nur situationsabhängig nach neuen Impulsen zu bestimmten Themen sucht, wird mit der anonymen Variante besser bedient sein.


Verfasst von Blanka Szczebak am 15. April 2011 - Trackback URL

Eine Antwort zu “Neue Studie: Lohnt sich das personalisierte Suchen?”

  1. Gracelin sagt:

    At last! Someone who understands! Thanks for posting!