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Bing – bald auch in Deutschland ein ernster Google-Konkurrent?

„Ich hab da einen tollen Italiener gebingt. Den können wir mal ausprobieren.“ Klingt aktuell schon ein bisschen eigenartig. Die andere Version „Ich hab da einen tollen Italiener gegoogelt. Den können wir mal ausprobieren“ gehört jedoch mittlerweile zum deutschen Sprachgebrauch. Kein Wunder – schließlich suchen aktuell in Deutschland immer noch um die 90 Prozent im Netz über Google.

Dass sich diese Situation ändern kann, zeigen neueste Werte aus Amerika. Von dort gibt es übereinstimmende Medienberichte, die Bing auf dem Vormarsch sehen. Von einem Bing-Marktanteil von etwa 30 Prozent ist da die Rede. http://www.hitwise.com/us/press-center/press-releases/experian-hitwise-reports-bing-powered-share-of-s/

Natürlich kann ich es mir nicht vorstellen, dass wir hier in Deutschland sofort diesem neuesten amerikanischen Trend folgen. Dafür sind wir Deutsche dann doch zu sehr Gewohnheitstiere.

Aber wer sich mit der Geschichte der Suchmaschinen beschäftigt, sieht, dass es schon häufig „die eine“ Suchmaschine gab, die dann doch vom angeblichen „Underdog“ verdrängt wurde. Einige Beispiele: AltaVista, Lycos, Yahoo oder Fireball – diese Maschinen wurden entweder von der Konkurrenz übernommen oder sind (zumindest hier in Deutschland) wieder von der Bildfläche verschwunden.

Eine Geschichte, die Google schlicht aufgrund seiner Größe wahrscheinlich nicht so schnell ereilen wird. Aber auch in der Google-Zentrale sollte man sich Gedanken um die Konkurrenz machen. Warum auch nicht? Dass man, was die Zugriffe angeht, an Google vorbeiziehen kann, hat zum Beispiel Facebook schon eindrucksvoll bewiesen. Und eine Suchfunktion gibt es auch dort (das kleine Suchfeld direkt über den Neuigkeiten).

Ganz ehrlich: Ich mache mir nicht wirklich große Sorgen darüber, wie meine Suchmaschine des Herzens in Zukunft heißen wird. Sie hieß mal Lycos, sie heißt aktuell Google. Und wenn es in Zukunft Bing, Facebook oder ein anderer Konkurrent sein wird, werde ich meinem aktuellen Favoriten keine Träne hinterher weinen.

Denn auch für uns Suchende kann dieser steigende Wettbewerb – auch wenn er vor allem in den USA zu bemerken ist – eigentlich nur positive Folgen haben – denn jede Konkurrenz steigert die Weiterentwicklung bei Platzhirsch und Emporkömmling – und damit die Qualität des Ergebnisses.

Euer Daniel Vossems


Verfasst von Daniel Vossems am 14. April 2011 - Trackback URL

Über Daniel Vossems

Daniel Vossems arbeitet als Leiter Operations IPR bei plateo. Der ausgebildete Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung und erfahrene Redakteur leitet die Umsetzung der PR- und Social Media-Projekte für die plateo-Kunden.

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