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Gerüchteküche: Twitter plant Unternehmens-Accounts

Twitter GerüchtekücheEs geht mal wieder ein Gerücht in der Social Media-Welt um: Das britische Branchennews-Portal Marketingmagazine.co.uk berichtete am 5.April von vermeintlich neuen Plänen des bekannten Microblogging-Dienstes Twitter. Dieser möchte generell die eigenen Möglichkeiten für Werbeeinnahmen ausweiten. Der große Clou dabei ist nun: Twitter plant angeblich, offizielle Unternehmens-Profile einzuführen.

Ähnlich wie bei Facebook soll es „künftig“, wie es das t3n-Magazin datiert, auch für Unternehmen möglich sein, Marken-Accounts mit ausgeweiteter Funktionalität zu erstellen. Gemutmaßt wird dabei auch, dass diese Accounts kostenpflichtig sein könnten. Wie genau sie aussehen werden, ist noch nicht bekannt – nicht zuletzt auch, weil Twitter noch kein offizielles Statement zu diesem Gerücht abgegeben hat.

Wir sind gespannt darauf, ob sich in dieser Richtung tatsächlich etwas bewegen wird. Momentan ist es zwar bereits möglich, Unternehmens-Accounts bei Twitter anzulegen. Diese sind jedoch genauso „eingeschränkt“ aufgebaut wie die privaten. Jede Nachricht muss in 140 Zeichen hineingepresst werden, und für die Biografie stehen auch nur 160 Zeichen zur Verfügung. Sich als Unternehmen umfassend zu präsentieren, gestaltet sich verständlicherweise unter diesen Bedingungen eher schwierig. Trotzdem muss man dabei im Auge behalten, dass beim twittern die Profile sehr im Hintergrund stehen. Man konzentriert sich stark auf die eigens zusammengestellte Timeline und besucht die Profile der „Freunde“ so gut wie nie.

Lohnt es sich nun tatsächlich, für ein Unternehmen Geld in die Hand zu nehmen, um diese bis dato unbeachteten Profile aufzustocken? Vielleicht sollte die Energie stärker darauf verwendet werden, Tweets mit inhaltlichem Mehrwert zu posten, um so Neugier zu wecken und Interaktion zu fördern.

Als Hinweis darauf, dass diese Pläne wohl tatsächlich verfolgt werden, könnte die aktuelle Aufstockung der Twitter-Suchfunktion gewertet werden. Während früher nur eine inhaltliche Suche nach bestimmten Begriffen in Account-Namen oder Tweets möglich war, können User nun auch mit der Funktion „Wem folgen“ themenrelevant vorgehen. Dieser Schritt schafft eine wichtige Basis für den stärkeren Einsatz von Twitter bei Unternehmen und Marken. Deren Fokus sicherlich stärker darauf liegt, gefunden zu werden und Follower zu generieren, als selbst Informationen zu sammeln.


Verfasst von Blanka Szczebak am 8. April 2011 - Trackback URL

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